Deponia – Eine Review, die man immer wieder gerne schreibt

Vor vier Jahren erschien das Adventure Deponia auf dem PC und es war nach Titeln wie „Edna bricht aus“ und „The Whispered World“ der Durchbruch der deutschen Spieleschmiede Daedalic Entertainment. Im Oktober 2014 war Deponia bei Amazon das meistverkaufte PC-Spiel. Mit Witz und viele Charme konnten die Entwickler die Spieler und Fans von Abenteuerspielen begeistern. Endlich gab es wieder einen Titel, der die Eigenschaften der Klassiker wie Maniac Manson oder Monkey Island wieder zu Leben erweckte. Die Portierung auf eine Konsole war daher nur eine Frage der Zeit. Am 15. November 2016 war es dann soweit. Deponia erschien für die Playstation 4. Wie sich der Titel auf der Konsole spielt, könnt in diesem Testbericht  lesen.

Für diejenigen, die die Story nicht kennen möchte ich trotzdem kurz auf den Inhalt eingehen. Der Held unseres Spiels ist Rufus, der auf dem Müllplaneten Deponia lebt. Er ist selbstverliebt und ein chaotischer Typ mit der Neigung zum Erfindertum. Er lebt mit seiner Ex-Freundin Toni zusammen, was eigentlich eine Qual für die kettenrauchende Ex-Freundin ist. Das Abenteuer beginnt damit, dass Rufus versucht Deponia zu verlassen um in der sagenumwobenen fliegenden Stadt Elysium ein besseres Leben zu finden. Bei seinem Abenteuer kommt er aber einer globalen Verschwörung auf die Schliche, die es nun zu verhindern gilt. Das sollte aber schon genug zur Story sein, denn Deponia muss man selbst erleben. Deswegen widmen wir uns lieber der Portierung auf die Playstation 4.

Witziger Comic-Charme trifft tollen Humor

Die Hauptfrage ist: Lassen sich Adventures tatsächlich auf einer Konsole spielen? Inhaltlich wurde das Hauptspiel 1 zu 1 vom PC umgesetzt. In Deponia begegnet uns ein ansprechender comicartiger Look mit schön gestalteten handgezeichneten Hintergründen. Das Spiel erhält dadurch einen schrägen und witzigen Charme wie man es z.B. von Monkey Island her kennt. Die Animationen der Charaktere sind einfach aber sehr gut umgesetzt. Untermalt wird das Adventure durch eine tolle Musikkulisse und sehr guten deutschen Synchronsprechern. Schon bei der Einführung wird mit dem Song „Hussa“ der Spieler auf witziger Weise an die Story herangeführt. Gesungen werden die Lieder von Jan Müller-Michaelis, alias Poki, dem kreativen Kopf und Spieleentwickler von Daedalic Entertainment.

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Drei unterschiedliche Socken erhitzt mit Waschmittel ergibt…

Im Verlauf des Spiels muss man, wie aus vielen Spielen dieses Genre bekannt, einige Rätsel lösen, in dem man Gegenstände findet und miteinander kombiniert. Bei Deponia ist es nicht immer ganz so einfach, sofort auf die richtige Lösung zu kommen. Das erfährt der Spieler bereits ganz am Anfang der Story, wo man z.B. (Vorsicht Spoiler!) drei verschieden farbige Socken mit einem Waschmittel erhitzen muss, damit man zwei gleiche Socken für ein Paar erhält. So muss man an einigen Rätseln ganz schön tüfteln. Geübte Spieler sollten aber bei Deponia keine Schwierigkeiten haben, wenn man bei einigen Rätseln über den Tellerrand ein wenig hinausschaut.  Adventure-Profis brauchen daher für das Spiel ca. 7 – 8 Stunden, bei Neulingen könnte es schon ein wenig länger dauern.

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Die spannende Frage: Wie gut ist die Steuerung?

Die Herausforderung für Entwickler von Adventures ist die Umsetzung der gewohnten Bedienung der Maus auf einen Controller. Was mit der Maus mit dem einfachen Prinzip des Point&Click-Verfahrens möglich ist, muss auf einem Controller schon ansprechend und einfach umgesetzt werden, um den Spielern das gleiche gute Steuerungsgefühl zu geben. Die Entwickler haben das meiner Meinung nach sehr gut und vorbildlich gelöst. Mit dem linken Analogstick des Controllers steuern wir unseren Charakter, während wir den rechten Stick als Mauszeiger verwenden. Die Gegenstände lassen sich über die Aktionstasten des Controllers untersuchen bzw. kombinieren. Diese Möglichkeiten werden bei der Auswahl der Objekte auf dem Bildschirm ausgegeben.

Weiterhin hat man die Möglichkeiten, mittels Schultertasten die Objekte auszuwählen. Ein Vorteil gegenüber PC-Spieler, da man mit dem Mauszeiger die Objekte immer suchen muss, per Controller aber nun die Objekte der Reihe nach durchspringen kann. Auch das Inventarsystem lässt sich über die Bedienung der Konsole sehr gut benutzen. Das Kombinieren von Gegenständen aus dem Inventarmenü heraus, ist mittels Controller einfach über die Aktionstaste möglich.

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Fazit

Deponia ist der Beweis dafür, dass Adventures auf der Konsole sehr gut funktionieren. Daedalic Entertainment hat eine gelungene Portierung auf die Playstation 4 geschaffen. Auch auf der XBox One soll der Titel noch erscheinen. Wer Deponia noch nicht kennt, wird eine unterhaltsame Story kennenlernen, in der witzige Charaktere mit toller deutscher Synchronisation für eine gute, wenn auch kurze, Unterhaltung sorgen. Aber kein Grund zur Sorge, es werden sicherlich weitere Teile von Deponia portiert werden, denn mittlerweile gibt es vier Teile von dem Titel. Der Preis von ca. 30 Euro ist ok. Der Titel ist unverkennbar „Made in Germany“ und ist daher auch jeden Euro wert.

Wer kurz in dem Spiel reinschauen möchte, kann sich die ersten 45 Minuten von Deponia in dem folgenden Video anschauen. Hussa!

 

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